DM2026 weibl Siegerehrung

Es war eine Deutsche Meisterschaft, wie man sich als Aktiver ein solches Turnier wünscht. Nach wochenlangen intensiven Vorbereitungen auf den Matten in der Turnhalle des Untergriesbacher Gymnasiums war der Zeitpunkt gekommen, um das erlernte und eingeübte "in die Tat" umzusetzen. Die Deutsche Meisterschaft für die weiblichen Ringer im Deutschen Ringerbund in Frankfurt/Oder. Das Turnier vom 20. bis 22. März 2026 sollte für Paula Killersreiter und auch für die Ringer des SV Untergriesbach in die Geschichtsbücher eingehen.

Nicht nur dass nun Paula, die Tochter von Thomas Killersreiter jetzt den Titel einer Deutschen Meisterin trägt, sie ist auch Untergriesbach's erste Deutsche Meisterin im Mädchenringen. Auch Vater Thomas Killersreiter war 1987 und 1990 ganz vorne. Das läßt auch einen Papa (und auch die Mama) stolz sein, auf den Erfolg der Killersreiter-Mädels, der allerdings hart erkauft werden muß. Leistungssport muß auch in der Familie gelebt werden, das zeigen auch die Familien Neudorfer und Scherr im Verein.

Der Einstieg ins Meisterschaftsturnier war für Paula Killersreiter von "Einsen" geprägt. "Nomen est Omen". Kampf eins auf Matte eins, Herzklopfen ?, sie die Thyrnauerin in den Untergriesbacher Farben hatte die Ehre, das Meisterschaftsturnier zu eröffnen. Gegnerin war Arianna Fibich (KSV Appenweier). Paula Killersreiter beherrschte die Begegnung, machte mit der Beinschraube ihre Punkte und gewann überlegen 12:2.

So konnte es weitergehen, der erste Schritt war getan. Als zweite Gegnerin ging Team-Kollegin Emilia Lorenz, Paulas Cousine, mit ihr auf die Matte. Lorenz konnte zwar gut mitringen, mußte sich nach einer Schulterniederlage geschlagen geben.

Weiter ging es im Kampf 183 gegen Anna May (VfK 07 Schifferstadt). In einem Kampf der zum ersten Mal über die gesamte Zeit gehen sollte, behielt Killersreiter beim 6:0 Punktesieg die Oberhand.

Paula Killersreiter - im KampfDas Finale am Sonntagvormittag war erreicht. Hier wartete Aurelia Dorn (SV Joh. Nürnberg). Beide standen sich noch nie gegenüber da Killersreiter meist eine Gewichtsklasse höher startete. Dorn eröffnete den Kampf mit einem Punkt durch hinausschieben. In der Folge gestaltete Killersreiter die Begegnung nach ihren Wünschen und durchbrach die Taktikeinstellung der Nürnbergerin. Im Kampfverlauf konnte durch eine Oberlage zwei Punkte für sich erobern. In einem taktisch klug weitergeführten Kampf behielt sie bis zum Ende die 2:1-Führung. Mit dem Schlußgong war die Nervenanspannung, nicht nur in der Untergriesbacher Ecke gelöst und der Jubel über den gewonnenen Kampf kannte kein Ende.

Die zweite im Bunde in dieser Alters- und Gewichtsklasse war Emilia Lorenz. Lorenz mußte noch einen Gewichtsnachteil kompensieren da sie noch nicht an die 35 kg-Marke heran kommt. Nach dem Kampf gegen Paula Killersreiter mußte sie auch eine 0:10-Niederlage gegen Arianna Fibich (KSV Appenweier) hinnehmen.

Emma Killersreiter war in der Altergruppe U17, 46 kg auf der Matte. Killersreiter konnte in der Begegnung mit Frederika Grosse mit einer 4er-Wertung in Führung gehen, mußte aber schlussendlich gegen die starke Freiburgerin eine 6:8-Punkteniederlage kassieren.

Besser lief es in der Begegnung mit Karina Vogel (KSC Hösbach). Hier klappte es mit einem 10:0-techn. überlegenen Sieg.

In der dritten Runde kam Emma Zich (1. Henningsdorfer RV) zur Mattenmitte. Hier fand aber Killersreiter nicht in den Kampf und mußte eine herbe 0:13-Niederlage einstecken.

0:8 stand es auch im Kampf gegen Sophia Charlotte Zander (KSV Aalen 05) am Schluß der 4-minütigen Kampfzeit. Zander wurde in der Endabrechung dann auch Deutsche Vizemeisterin.

Die Vierte in der Untergriesbacher Abordnung, Marissa Ender konnte mit jeweils drei Siegen und drei Niederlagen Erfahrungen sammeln. Ender zeigte, dank stark intensivierten Trainingseinheiten einen starken Auftritt bei dieser Meisterschaft. Sie begann mit einem techn. überlegenen Sieg gegen Nina Giebel (RC Germ. Potsdam). In den Runden zwei und drei war sie mit jeweils einem Schultersieg erfolgreich.

Jedoch mußte sie in die weiteren drei Begegnungen zwei Schulterniederlagen hinnehmen. Unter anderem auch gegen Lea Lindscheidt (Ückerath), die der Nationalmannschaft zugehörig ist.

Der letzte Kampf ging nach ausgeglichenem Kampfverlauf mit 5:9 an Ela Demir (SZ Kornwestheim). Hier wäre ein fünfter Platz möglich gewesen.

Untergriesbacher AbordnungBei dieser Deutschen Meisterschaft zeigte sich erneut, dass sich der SV Untergriesbach in der deutschen Spitze im Mädchen-Ringen etabliert hat. In systematischen Trainingseinheiten konnten sich die Mädchen weiterentwickeln und Einzelmedaillien werden künftig keine Seltenheit sein. Neben der Leistung auf der Matte bemüht sich der Verein ein Leistungszentrum an der Mittelschule aufzubauen um geeignete Trainingsbedingungen für die jungen Sportler zu bieten. Dafür ein herzlichen Dank an alle Unterstützer. Von den Sportverbänden bis hin zur Politik bekommen wir große Unterstützung. Ohne Ihre Unterstützung wären solche Erfolge nicht möglich. Dafür auch ein Dank an Josef Heisl und Hans Koller, sowie an den BLSV in Person von Otto Baumann und Walter Knoller und vielen weiteren Unterstüzern. Wenn alles klappt, so wie geplant, kann der SV Untergriesbach im nächsten Jahr sogar mit einer noch größeren Mannschaft bei den nationalen Meisterschaften antreten.
Nächste Chancen auf einen Podiumsplatz bei den nationalen Titelkämpfen haben nun die Jungs im Juni. Hier gehen voraussichtlich Johannes Schlager, Quirin Lang und Felix Heindl für den SV Untergriesbach auf die Matte. Für die Mädchen steht nun in Tallinn (Estland) eines der größten Ringerturniere weltweit im Programm. Hier werden sie in einem riesengroßen Teilnehmerfeld von mehr als 3300 Ringern aus 40 Ländern den SV Untergriesbach international vertreten.
Eine weitere große Mannschaft des SV Untergriesbach wird am 28. März beim Wittelsbacher Turnier in Aichach an den Start gehen.