Paula_Emma

 Das wohl größte Jugend-Ringerturnier der Welt war ein Erlebnis der besonderen Art. In den Tagen vom 26. bis 29. März 2026 waren auch zwei Untergriesbacher Eigengewächse inmitten von mehr als 3000 Teilnehmer am Tallinn Open (Estland) das für die Altersgruppen von U20 bis U13 und für beide Stilarten. zu den Bildern

Eine riesige Halle, ausgelegt waren 16 Matten war für den Ringernachwuchs aus aller Herren Ländern Europas und auch aus den USA für vier Tage Heimstatt für den Vergleich mit Gleichgesinnten im Ringerdress. Insgesamt waren 42 Nationen am Start.
Viele Nationen nutzten das Turnier als internationale Standortbestimmung für die kommenden Kontinental Meisterschaften und waren mit den Nationalmannschaften am Start.
Mitten im internationalen Trubel, der SV Untergriesbach mit Paula und Emma und deren Eltern Thomas und Steffi Killersreiter.
Anreise war am 25. März mit Flug von München nach Tallinn (Estland). Mit dem Betreten der Unibet Arena kam das große AAAH. Eine riesige Halle hat die Vier aus dem Bayerischen Wald in Empfang genommen. Der Freitag war turniermäßig dem Freistil gewidmet, Samstag den Mädchen und der Sonntag dem klassischen Kampfstil.

Paula Killersreiter kam im Freistil schon mal mit einem Punktesieg ins Turniergeschehen. Gegen die Polin Mia Syguiska war sie 4:0-Punktesiegerin.
Die folgenden Gegenerinnen ließen aber keinen weiteren Sieg mehr zu. Gegen Anna Dovhopola (Ukraine) und Tatiana Telytsia (Ukraine) kam Paula Killersreiter zu keinem weiteren Punktgewinn. Beide Gegnerinnen standen zum Schluss auf dem Treppchen mit Platz zwei und drei. Mit etwas besseren Los wäre sicherlich mehr drinnen gewesen!
Für Emma Killersreiter begann der Tag mit einer 6:8-Punkteniederlage gegen Ulina Makssymovych (Ukranine). Eine Schulterniederlage der Ukrainerin in den letzten Sekunden haben die Schiedsrichter leider nicht anerkannt.
Somit eine knappe Niederlage gegen die spätere Turniersiegerin.
Der zweite Turniereinsatz versprach besser zu werden. Gegen Celes Oliver (USA) brachte einen 10:6-Punkteerfolg. Im dritten Kampf des Tages war aber die Gegnerin Kateryna Hozhelova (Ukranine) wieder die 4:2-Siegerin.
Zum Schluss fanden sich Emma & Paula im Mittelfeld der Turnierliste, wobei aufgrund der Resultate vordere Plätze erreichbar gewesen wären.
Trainer Thomas Killersreiter bestätigt die guten Leistungen der beiden Mädchen wobei beide hinter Ihrer Erwartungen geblieben sind und definitiv ein vorderer möglich gewesen wäre.

Der Sonntag war dem klassischen Wettkampf gewidmet. Paula Killersreiter gewann ihren ersten Kampf mit einem Schultersieg gegen Hilppa Hulttinen (Finnland). Die beiden weiteren Begegnungen gingen aber wieder an die Gegner. Eine Niederlage nach Punkten (2:6) gegen Mona Norouzi (Finnland) und eine 2:12-Niederlage gegen Solomiia Havryschok (Ukraine) haben den Turniertag abgeschlossen. Mit einem ausgeglichenen Kampfverhältnis von 7:7 konnte sich Paula einen guten zweiten Platz in der Gewichtsklasse sichern.

Besser verlief der Tag für Emma. Ein techn. überlegener Sieg gegen Hilla Routanen (Finnland) war schon mal der erste Schritt aufs Podium. Der zweite Kampf brachte eine ihr bekannte Rivalin auf die Matte. Gegen Greta Rötten (SV Germania Weingarten) ging Emma mit 4:0 in Führung. Ehe Rötten Ihre Stärke mit dem Nackenhebel ausnutzte und Emma schulterte. Emma packte aber für den letzten Kampf noch einmal alle ihre Kräfte aus und konnte zum Turnierabschluss Artemi Paganini (Griechenland) eine techn. überlegene Niederlage beibringen. Somit war der Sonntag mit den griechisch/römischen Wettbewerben doch relativ gut.

Zum Abschluss blieb ein Platz 2 für Paula und Platz 3 für Emma bei den klassischen Wettkämpfen. Somit kehren beide Mädchen mit einer der begehrten Medaillen aus Tallinn zurück.

Für die kommende Woche nach dem großen Turnier waren die Aktiven noch zu einem Trainingsevent, zu dem sich immerhin noch 700 Ringer gemeldet hatten, eingeladen.
Am Montag trainierten Emma & Paula noch mit weiteren 250 Mädels. Fokus war auf Trainingskämpfe mit Ringerinnen aus unterschiedlichsten Nationen.
Die Trainingseinheiten leitete Maria Stadnik, Medaillengewinnerin bei EM, WM und Olympia aus Aserbaidschan.
Mit vielen Eindrücken, neuen Erfahrungen und Motivation für kommende Aufgaben sind die Mädchen wieder zuhause angekommen.