Ringer-Quartett

Das Untergriesbacher Quartett konnte sich unterschiedlich bei der DM U14 in Hösbach schlagen. Den Spitzenplatz holte sich Quirin Lang (80 kg) und darf nun ein Jahr lang den Titel "Deutscher Meister" tragen.
Am dritten Platz vorbeigeschrammt ist Felix Heindl. Auch ein vierter Platz ist in der Reihe von Deutschlands besten Ringern beachtlich. Johannes Schlager landete auf Rang sechs und Amon Paselek rangiert auf dem 12. Platz.

Quirin Lang kam in der ersten Runde gegen Muhammed Talha Aktas (KSV Germania Krefeld) auf die Matte. Lang schaltete von Beginn an auf Vorwärts, der Gegner konnte aber jeden Griff abwehren und wurde vom Mattenleiter in die Bodenlage geschickt. Aus Dieser konnte Lang Aktas zweimal durchdrehen, so dass er mit 5:0 in die Pause gehen konnte. Im zweiten Kampfabschnitt war Lang plötzlich in einer schlechten Lage, aus der sich dann aber selbst und durch den Pfiff des Mattenleiters befreien konnte. Lang verteidigte seinen 5-Punkte-Vorsprung klug und konnte in der Folge die Angriffe seines Widersachers bis zum Schluss abwehren.
In der zweiten Runde wartete Ben Dathe (RSK Gelenau) in der Mattenmitte. Schon von Anfang an übernahm lang das Kommando, brachte den Gegner zu Fall und verschaffte ihm eine Karussellfahrt in 5 Runden. Dann beendete der Mattenleiter das Geschehen. Technisch überlegener Sieg in 17 Sekunden. Dies bedeutete auch den Einzug ins Halbfinale. Hier ging es gegen Yusuf Ömer Karapinar (KSV Witten 07). Auch hier punktete Lang von Anfang an und lang schon bald mit 4:0 in Front. Mit 6:0 ging es in die Rundenpause. Im zweiten Kampfabschnitt versuchte der Wittener durch forcierte Angriffe das Blatt zu wenden. Doch Lang ließ nur wenige Attakten zu, so dass es zum Ende 10:1 für Lang stand. Das Finale war erreicht, und nur noch eine Nacht lag vor dem Traum eines jeden Ringers, Deutscher Meister. Am Sonntag Vormittag war Finaltag. Lang kam hier auf Julian Jakob (RWG Mömbris/Königshofen). Mit 1:0 ging es in die Pause. Der zweite Abschnitt wurde hektischer und Jakob konnte eine gute Vier am Mattenrand für sich holen. Im weiteren Kampfverlauf war dann lang wieder der, der das Geschehen diktierte. Mit zwei Durchdrehern kam er im weiteren zum siebten Punkt, den er im Weiteren siegreich über die Zeit brachte. Lang's Erfolg - Deutscher Meister 2026.

Felix Heindl (44 kg) kam in der ersten Runde auf Raphael Beck (TSV Herbrechtingen). Heindl war von Anfang an der aktivere Ringer. Nach 3:10 hatte Heindl seinen Gegner auf den Boden gezwungen und er Untergriesbacher konnte seinen Gegner durchdrehen. Dabei Verletzte sich der Herbrechtiger am rechten Ellenbogen und mußte den Kampf nach gut einer Minute aufgeben. In der zweiten Runde mußte Heindl beim Stand vom 2:3 einem Erfolg hinterherlaufen. Der Erfolg ergab sich beim Versuch des Gegnern, Heindl durchzudrehen und er dadurch in die Oberlage kam. Für Willi Lipinski (Greifswalder RV) kam es aus dieser Situation kein entrinnen mehr. Schultersieg für Felix Heindl. Knapp ging es auch im Kampf gegen Eli Lutz (SAV Torgelow) her. Hier behielt Heindl auch beim 4:3-Sieg die Oberhand. In der fünften Runde kam aber dann das große Aus für Felix Heindl. Mit einer 1:12-Niederlage mußte er die Stärke von Tejo Jonni Pekka Dechant (SG Weilimdorf) anerkennen. So blieb für Heindl das kleine Finale, das allerdings auch an den Gegner ging. Der Untergriesbacher konnte bei der Punkteniederlage dagegen halten und verlor 5:10. Ein vierter Platz im 14er Feld ist auch nicht ohne, Respekt.

Johannes Schlager (48 kg) begann gut gegen Iven Schäfer (KSV 02 Gütersloh). Schon nach 20 Sekunden übernahm Schlager des Kommando auf der Matte und konnte Schäfer zu Boden bringen. Dieser konnte sich zwar kurzzeitig befreien, aber Schlager setzte schon einen blitzsauberen Hüftwurf an und brachte seinen Gegner in eine höchst gefährliche Lage, aus der sich Dieser nicht mehr befreien konnte. Schlager war damit Schultersieger in 40 Sekunden. Auch Daniel Nickel (1. AC Regensburg) kam beim 13:2-Sieg Schlager's unter die Räder. Theo Thätner (RSV Frankfurt/Oder) war in der 3. Runde der Bessere und besiegte Schlager durch einen 14:7-Punktsieg. Auch Jan Maser (SC Kleinostheim) ließ Schlager bei dessen 0:10-Niederlage keine Chance. Im Kampf um Platz 5 mußte auch hier Schlager bei der 2:12 Niederlage gegen Max Rohrwasser (SC Korb) dem Gegner den Vortritt lassen.

Für Amon Paselek lief das DM-Turnier nicht wie erhofft. Schon die erste Begegnung gegen Lionel Schulz (AC Ziegelhausen) mußte Paselek mit 0:11 abgeben. Einzig der 3:1-Punktesieg gegen Karl Schönknecht (RCG Potsdam) ließ Hoffnung aufkommen. In der 3. Runde kam der Burghausner Noel Scholz (SV Wacker Burghausen) auf die Matte. Dieser ging auch bald mit 2 Punkten in Führung. Im zweiten Kampfabschnitt brachte Paselek aus einem Gerangel heraus einen schönen Hüftschwung an und erhielt dafür vier Wertungspunkte. In der Folge aber kam Scholz wieder auf und gewann die Auseinandersetzung schlussendlich knapp mit 7:6. Platz 12 für Amon Paselek.

Abschließende darf man der Ringersparte des SV Untergriesbach zum weiteren Gewinn einer weiteren deutschen Meisterschaft, nach Paula Killersreiter und auch dem Vizemeistertitel durch Edi Citu gratulieren. Und es gibt ein "weiter so".