Zu Beginn der Ringersaison war auch das Aline Rotter-Focken-Turnier in seiner 3. Auflage im Turnierkalender. Dieses Mädchenturnier entwickelt sich zu einen Pflichttermin im weibl. Ringkampf in Deutschland, als dessen Ausrichter der Deutsche Ringerbund verantwortlich zeigt. Das Turnier diente auch als deutschlandweites Sichtungsturnier. Vor allem in der Altersklasse der U14 ist dieses Turnier neben den Deutschen Meisterschaften das einzige Turnier dass vom Deutschen Ringerbund ausgetragen wird.
Seit Beginn der Turniere zeigt sich eine steigende Beliebtheit in Ringerkreisen. Mit mehr als 200 Teilnehmerinnen zeigt sich dieses Turnier in Saarbrücken/Gersweiler als großes, national und international besuchtes Mädchen und Frauenringer-Event. Aline Rotter-Focken ist Olympiasiegerin 2021, Weltmeisterin von 2014, mehrfache WM‑/EM‑Medaillengewinnerin und eine der erfolgreichsten deutschen Ringerinnen. Es war ein Erlebnis für die SVU-Mädels sich mit der Olympiasiegerin von Tokio auszutauschen und trainieren. Es war ein Wochenende mit einer Mischung aus Wettkampf, Autogrammstunden, Fragerunde & Abschlusstraining verteilt über 2 Tage.
Nach der Sommerpause war der Turnierbesuch genau der richtige Einstieg, um wieder in den Wettkampfmodus zu kommen. Viele Kinder und Jugendliche haben nach den Ferien einen Wachstumsschub hinter sich. Damit war Saarbrücken nun eine erste Standortbestimmung für den Herbst. Im Turnier kamen Die Mädchen des Jahrgang 2014 in der Altersgruppe U14 auf die Matten.
In diesem Jahr hat der Bayerische Ringerverband ein Team Bayern für dieses Event nominiert, dem 7 Mädchen aus der Untergriesbacher Ringerriege angehörten.
In viele Bundesländern sind die Ferien schon längst Geschichte, so dass die Mädchen bereits seit Wochen im nächsten Zyklus sind. Zum Ende der Ferien waren jetzt unsere Jugendlichen noch nicht so fit. Die Ergebnisse müssen entsprechend gewertet werden. Die Ferienzeit lag den Jugendlichen und Kids noch im Körper. Einige von Ihnen versuchten die letzten Tage sich noch entsprechend vorzubereiten. Marissa Ender reiste direkt aus dem Urlaub in Paris zum Wettkampf an und machte in Saarbrücken einen "Kaltstart".
Zu den Leistungen der Untergriesbacherinnen. Anne Neudorfer trat als alleinige Vertreterin für den SV Untergriesbach an. Während sie in die beiden Vorrunden Kämpfen mit überzeugen konnte (techn. Überlegen und Schultersieg) Unterlag sie im Finale Ella Kathan (KSV Götzis) 4:7. Trotzdem eine hervorragende Vorstellung der U11-Ringerin.
Loisi heindl startete im Team Bayern in der U14-Altersgruppe und beherrschte die Konkurrenz. Platz eins war auch der Lohn für diese hervorragende Leistung. Es war ein toller Einstieg in die, für sie, neue Altersklasse U14, der hier auf weitere Erfolge hoffen lässt. Im stärksten Pool hat sie das Teilnehmerfeld klar dominiert. Während die drei Punktsiege mit zu 0 zu verzeichnen waren, waren die weiteren überlegenen Siege Teil ihres üblichen Repertoire. Selbst im Finale setzte sie einen techn. überlegenen Sieg.
Paula Killersreiter, die mit Heindl im Pool war startete gut ins Turnier. Lediglich an die beiden stärkten in ihrer Gewichtsklasse gab sie ihre Kämpfe ab. stärksten Loisi Heindl und Sofia Ibragimova gab sie ihre Kämpfe ab. Der Kampf gegen Ibragimova war ein Kampf auf Augenhöhe, bei nur eine Aktion die zugunsten von Ibragimova gewertet den Kampf entschieden hat. Im Kampf um Platz 5 schulterte sie Luise Fuhr (KSV Hemsbach) schon nach 50 Sekunden.
Emilia Lorenz ebenso in 38 kg, hatte Schwierigkeiten im ersten Kampf, der nach einer Schulterniederlage an die Gegnerin ging. Danach steigerte sie sich deutlich von Kampf zu Kampf so dass zum Schluss ein guter 7. Platz stehen bleibt.
Mira Neudorfer war ebenso erstmals in der U14 Klasse dabei und zudem erstmals in einer Gewichtsklasse bis 58 kg. Nach 2 Kämpfen war leider das Turnier für sie beendet. Im ersten Kampf sichtlich die Ferien noch nicht ganz verdaut, zeigt sie im nächsten Kampf wieder gut Ansätze. Leider reichte es zum Schluss für keinen Sieg.
Emma Killersreiter probierte sich in 49 kg. Nach einen Auftaktsieg gegen die Britin musste sie leider die kommenden Kämpfe abgeben. Für die nächsten Turniere müssen an den Defiziten gearbeitet werden. Wobei sich Emma Killersreiter im Laufe des Turniers von Kampf zu Kampf steigern konnte. Insbesondere gegen Victoria Tennert gegen die Killersreiter zwei mal auf die Matte mußte, zeigte sie sich im zweiten Kampf taktisch besser.
Einen Platz hinter ihrer Vereinskollegin kam Hanna Neudorfer zu einem 5. Platz im Gesamtklassement. Hanna Neudorfer hatte ihr erstes Turnier nach ihrer Ellenbogenverletzung absolviert. Einzig gegen die schon erwähnte Britin kam es zu einem Schultersieg. Nach einer Turnierpause von etwa 9 Monaten wurde das Turnier dazu genutzt, um zu sehen wo sich Neudorfer derzeit wiederfindet. Grundsätzlich konnte sie mit einem positiven Fazit das Turnier abschließen.
Marissa Ender eröffnete mit einem überlegenen Sieg ihr Turnier, die weiteren Begegnungen gingen an die Gegnerinnen. Unter Berücksichtigung dass sie aus dem Urlaub zum Turnier angereist ist ein positiver Abschluss mit Platz 6.
Das, am Sonntag folgende Abschlusstraining am Sonntag mit viel Motivationscoaching von Aline Rotter-Focken war für alle ein tolles Erlebnis. Dabei unterstütze sie ihre Nationalmannschaftkollegin Elena Brugger.
Zum Ausklang der beiden Tage in Saarbrücken waren sich die Mädels einig. Ein sportliches, inspirierendes und motivierendes Wochenende geht zu Ende. Sie freuen sich bereits auf nächstes Jahr und der 4. Ausgabe des Aline Rotter-Focken-Turniers. Vielleicht findet diese Turnier auch mal in Untergriesbach statt, wenn die neue Trainingshalle ihren Betrieb aufgenommen hat.
Für die mitgereisten Trainer, Armin & Ralf Neudorfer, Christoph Scherr und Thomas Killersreiter war das Turnier zur Standortbestimmung ihrer Schützlinge enorm wichtig.
Die Resultate:
U11
33 kg - 2. Anne Neudorfer
U14
38 kg - 1. Loisi Heindl, 5. Paula Killersreiter, 7. Emilia Lorenz
58 kg - 17. Mira Neudorfer
U17
49 kg - 4. Emma Killersreiter, 5. Hanna Neudorfer
57 kg - 6. Marissa Ender





