Der SV Untergriesbach hat in der Oberliga einen überzeugenden Heimsieg gegen den SV Johannis Nürnberg II eingefahren. Vor 530 Zuschauern setzte sich die Mannschaft am Samstagabend mit 23:10 gegen den Tabellenfünften der Oberliga den SV Johannis Nürnberg II durch und bewies ein weiteres mal seine Heimstärke. Bilder zum Oberligakampf gegen SV Joh. Nürnberg II
Doch zu Beginn des Ringerabends nahm Benedikt Heindl Stellung zu den Umstand, dass an diesem Abend viele Zuschauer nicht mehr in die Halle eingelassen wurden. Grund hierfür ist der seit einigen Jahren schwelende Verdruß zwischen einer Person aus dem Ringermarkt und der Sparte Ringen, der in der letzten Zeit darin gipfelte, dass für 700 Zuschauer im Brandfalle, die 2,25 m breiten Fluchttüren um 15 cm zu schmal sind, und daher vom Landratsamt eine Zuschauerbeschränkung veranlasst wurde. Heindl führte in seinem weiteren Statement die vielen anonymen Anschuldigungen gegen die Führung der Sparte Ringen bei Polizei, Finanzamt und Staatsanwaltschaft an, die allesamt sich als unrichtig, so Heindl, erwiesen haben. So war, wer es noch nicht war, auch der letzte in der Halle vom derzeitigen Stand der Angriffe, nicht zuletzt auf Spartenleiter Robert Lenz und seiner Familie informiert.
In der Folge übernahm dann Hallensprecher Werner Fesl das Mikrophon und leitete zur schönsten Nebensache der Welt, dem Sport, über. Die beiden Mannschaften standen bereits in den Startlöchern.
Die Begegenung begann aus Untergriesbacher Sicht mit einem Dämpfer: Benedikt Lorenz musste sich im 57-Kilogramm-Duell Umrbek Salimboev auf Schulter geschlagen geben. Dabei darf man Lorenz und auch Kupina, der später zum Einsatz kam, vollen Respekt dafür zollen, dass sich beide einem solchen Unterfangen stellen. Christoph Bauer (130 kg) brachte die Gastgeber im anschließenden Schwergewichtskampf mit einem starken 2:0-Punktesieg gegen Hamed Letaief wieder heran.
Jonas Lenz unterlag im Anschluß gegen Amer Almaayouf nach Punkten. Im 98 kg-Gewicht war es wieder einmal Thomas Hartl, der mit seinem wieder überraschenden LastMinute-Schultersieg ein deutliches Ausrufezeichen setzte. Bei 5:30 Min. hat der souverän leitende Robert Reitmeier die Partie abgepfiffen.
Der zweite Jungkämpfer, Loris Kupina bekam es mit Damir Shifadugov zu tun. Kupina konnte dem Gegner nie gefährlich werden, so dass noch in der ersten Runde das Aus auf Schultern kam.
Die Begegnung ging beim Stand von 6:10 in die Pause. Doch wie schon so oft, war der SV Untergriesbach im zweiten Abschnitt nicht zu bremsen, zu oft schon drehten die SVU-Ringer den Kampf zu ihren Gunsten. Die Punkte von vor der Pause waren auch die Letzten für die Gäste aus der Noris. Untergriesbach glich das Ergebnis mit dem Einsatz von Marvin Music aus. Der stetig vorangehende Music zermürbte seinen Gegenüber Luis Brandl und gewann schlussendlich durch technische Überlegenheit.
Erste Punkte zur Führung fügte Johannes Lenz beim 9:2-Punktesieg dem Mannschaftskonto hinzu.
Auch Edi Citu ließ keine Zweifel am späteren Sieger aufkommen. Beim überlegenen 16:2-Punkteerfolg sahen die Zuschauer wieder ringerische Feinheiten die er wohl von Altmeister Nikolay Kurtev gezeigt bekam.
Eben dieser Nikolay Kurtev ging zum vorletzten Kampf zur Mattenmitte. Bei seinem überlegenen Sieg in der zweiten Runde zeigte Kurtev wieder sein Können im Freistilringen.
Benjamin Haizinger's Kampf war wieder ein Höhepunkt unter vielen Solchen an diesem Abend. Der Arbeiter auf der Matte ließ seinen Gegner, dem Wunsch des Fanclubs entsprechend, "fliegen". Dreimal packte er mit seiner Kraft den in der angeordneten Bodenlage liegenden Abubakar-Siddik Salamov und wirbelte ihn durch die Luft. Lohn dafür war einen überwältigender Sieg, der die letzten vier Punkte auf das Mannschaftskonto brachte.
Dank einen unbändigen Mannschaftsleistung drehten die Mannen um Coach Christoph Scherr das Ergebnis zu einem hohen 23:10-Sieg. So waren auch manche arrogante Anflüge gegnerischer Ringer in der Versenkung verschwunden, und wieder hallte der "Hier regiert der SVU"-Ruf aus den Reihen des lautstark anfeuernden Fanclubs "Rebellion Süd" durch das, sich nur langsam leerende weiß-blaue Wohnzimmer. Somit war die Hinrunde dieser Ringersaison abgeschlossen. Der SV Untergriesbach liegt an zweiter Stelle, hinter dem SC Isaria Unterföhrig, der seine Aufgabe in Erlangen bravourös mit 33:4 erledigt hatte. Verfolger Kelheim folgt mit schon vier Punkten Abstand auf Rang 3. Der nächste Gegner, der zu Beginn der Rückrunde auf die Untergriesbacher Matte geht, ist die Reserve des SV Wacker Burghausen. Darauf folgend ist dann eine Woche später der TSV Berchtesgaden auf den Donauhöhen zu Gast.



